GTD – Ordnung ohne Streß?

Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit GTD, habe das Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen gelesen und mich auch durch den bisher leider nur auf englisch erschienenen Nachfolger gekämpft und infolgedessen meine Ablagemethoden, meine Selbstorganisation und mein Zeit- bzw. Aufgabenmanagement umgekrempelt: Statt Terminen und Prioritäten leiten mich nun ToDo’s, Next Actions und Kontextlisten, was ich nicht gleich erledigen kann, wandert in eine Wiedervorlage nach dem Prinzip der 43 Folder und meine Unterlagen für Studium, Beruf und Privatleben lagern nicht mehr in Aktenordnern im Regal, sondern in Einstellmappen der Firma CLASSEI, die sich in einem umgebauten Aktenschrank von IKEA in vorgereihter Ordnung (Z-A) leicht zugänglich präsentieren. Wenn ich nicht mehr weiter wußte, suchte ich Rat im ehemaligen GTD-Forum, das heute unter dingegeregeltkriegen firmiert oder mäanderte durch die (Un-)Tiefen des Web 2.0, um in einem der vielen blogs zum Thema Produktivität eine Lösung zu finden.

So meinte ich denn auch irgendwann, ich wisse nun wahrlich genug, um mich als hinreichend organisiert zu begreifen – bis ich auf ein großartiges Buch stieß, das sich mit genau dem Thema befaßt, das den deutschen (und vermutlich auch europäischen) GTD-Fans am wenigsten vertraut ist: der Ablage in Mappen. Statt jeden Vorgang fein säuberlich zu heften, zu lochen und dann in einen Aktenordner zu packen (oder allenfalls in eine Hängeregistratur), wird nun alles –zwecks besserer Auffindbarkeit möglichst kleinteilig – in papierne Mappen eingelegt und platzsparend in Schubladen oder Kisten verstaut. Was sich hier so einfach anhört, kann beim ungeübten Nutzer allerdings zu einem ordentlichen Knoten in den Gehirnwindungen führen und so manchen vom Wechsel auf diese an sich großartige Ablagemethode abhalten.

Der Buchproduzent und Verleger Frank-Michael Rommert, selbst begeisterter Mappenbenutzer, hat hier Abhilfe geschaffen und ein Vademecum im Wortsinne geschrieben. Sein bei GABAL erschienenes Buch „Ordnung ohne Streß – Der Effizienzvorsprung im Büro mit der MAPPEI-Methode.“ führt den geneigten Leser auf verständliche Weise in den Gebrauch von Einstellmappen ein. Viele Fotos und sieben konkrete, großteils namentlich benannte Anwendungsbeispiele aus dem Arbeitsalltag (Firmen, Selbstständige, …) verdeutlichen Anwendung und Nutzen der Ablage mit Einstellmappen auf gut nachvollziehbare Weise und bietet auch dem „Alten Hasen“ noch einiges an neuen Erkenntnissen. Das Buch bezieht sich zwar auf die Produkte von MAPPEI, diese sind allerdings mit denen der Firma CLASSEI (die von einem ehemaligen MAPPEI-Geschäftsführer gegründet wurde) vergleichbar. Das farbig gestaltete, 224 Seiten umfassende Hardcover ist meiner Meinung nach die 30 € absolut wert. Weitere Informationen finden sich auf der Seite zum Buch.

Category: Dinge geregelt kriegen, Leseliste | Tags: , 2 comments »

2 Responses to “GTD – Ordnung ohne Streß?”

  1. Deichranger

    Interessant, aber… Was ist denn GTD?

  2. Andreas

    GTD ist die Abkürzung für Getting Things Done, eine Methode zum Selbst-/Aufgabenmanagement. Einen ersten Einstieg bietet die wikipedia.

    Gruß
    Andreas


Leave a Reply



Back to top