Mai 28th, 2010 — 6:17pm
Pungenday, Confusion 2, Year of Our Lady of Discord 3176
Gerade auf der Heimfahrt von Schwenningen nach Freiburg. In Kirchzarten ist vorläufig Endstation, da “aufgrund einer Betriebsstörung” die Weiterfahrt nach Freiburg nicht möglich ist. Zunächst habe ich mich riesig aufgeregt, da ich nach einer anstrengenden Woche an der DH, in der ich fast ausschließlich Vorlesungen zu Rechtsthemen gehört habe und den Stoff auch mit einer Kommilitonin für die in vier Wochen anstehende Klausur nachbereitet und an Fallbeispielen geübt habe, einfach müde bin und schnell heim will.
Aber mit ein wenig Ruhe betrachtet; warum nicht das Geschenk einer unerwartet angebotenen Pause genießen, in der man innehalten und sich ein wenig besinnen kann? Zwar ist der Himmel wolkenverhangen und es wird heute noch regnen – aber die Temperatur ist mild, es weht ein lauer Wind und man riecht Gras, Natur und die Anstrengungen des Bauern, der zwei Kilometer weiter sein Feld düngt.
Nachdem die Ersatzbusse etwa 1,5 Stunden später (bei einer Fahrtstrecke von maximal 10 km, was ein schlechtes Licht auf das Krisenmanagement der DB-Regio-AG Südbaden wirft) eingetroffen waren, konnte ich meine Reise dann schließlich doch noch fortsetzen.
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Mai 27th, 2010 — 10:51pm
Pungenday, Confusion 2, Year of Our Lady of Discord 3176
Interessante Erkenntnis: Ich betreibe hier parasoziale Interaktion – und das Universum lächelt leise.
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Mai 27th, 2010 — 2:07pm
Heute bin ich meine Strecke zum zweiten Mal gelaufen – die Füße taten weh, nächstes Mal vielleicht die Schuhe etwas weniger eng schnüren?
Die Daten:
- Laufzeit (ohne Aufwärmen und Dehnen): 31.58 Minuten
- durchschnittliche Pulsrate: 143 bpm
- Kalorienverbrauch (laut Pulsuhr): 378 kcal
Es hilft übrigens tatsächlich beim Überwinden des inneren Schweinehundes, wenn man alle notwendigen Utensilien ganz nah beieinander griffbereit lagert. Bei mir hängt die Hose über einem Bügel, um dessen Haken ich meinen Bauchgurt (für Mobiltelefon, Schlüssel, Wasserflasche) und den Brustgurt der Pulsuhr lege, die Pulsuhr kommt dann in die Tasche des Bauchgurts und die Schuhe stehen griffbereit darunter.
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Mai 25th, 2010 — 12:41pm
Soso, Roland Koch tritt zurück – und verkündet das am 25.05.10. Da kann man ja echt die Paranoia kriegen, oder das ganze als ein Zeichen sehen.
Hail Eris
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Mai 25th, 2010 — 10:59am
So, heute zum ersten mal gewalkt (oder eher durch die Landschaft gewalzt *g*). Die Daten:
- Laufzeit (ohne Aufwärmen und Dehnen): 32.19 Minuten
- durchschnittliche Pulsrate: 138 bpm
- Kalorienverbrauch (laut Pulsuhr): 353 kcal
Der große Plan sieht vor, diese Woche am Donnerstag nochmals diese Strecke zu laufen, am Samstag in Freiburg eine ähnlich lange Strecke zu suchen und dann am Montag hier in Schwenningen eine längere Strecke in Angriff zu nehmen. Auch wenn ich im vorherigen Post verkündet habe, daß ich dreimal die Woche eine Stunde Bewegung absolvieren will; langsam anfangen hat noch niemand geschadet – zumal ich absolut untrainiert bin.
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Mai 24th, 2010 — 10:59am
Gestern habe ich eine Mauer durchbrochen: Ich hatte mir irgendwann einmal vorgenommen, so ich je über 110 kg Körpergewicht kommen sollte, würde ich umgehend Maßnahmen einleiten, um dem gegenzusteuern und mein Gewicht langfristig wieder zu reduzieren. Gestern habe ich mich mal wieder auf die Waage gestellt und mußte mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen, daß da 110,5 steht. Wenn man bedenkt, daß ich bei gleicher Körpergröße (1,8 m) mal 75 kg gewogen habe, dann ist das schon ein ganz schöner Batzen Übergewicht; diese 35 kg schleppt auch ein Soldat nicht immer als Marschgepäck mit sich herum.
Woran liegt’s denn, daß ich so zunehme? Ich bin gerade in einer Theoriephase meines Dualen Studiums, da hocke ich in Villingen-Schwenningen herum und es gibt kaum Anreize, sich zu bewegen. Ich fahre zwar mit dem Fahrrad zur Uni, aber das sind auch nur 10 Minuten pro Strecke, dazwischen sitze ich im Seminarraum. Nachmittags lerne ich oder versuche, ein bißchen zu schlafen (für mich als Eule ist es anstrengend, morgens um 6 aufzustehen). Kurzum: Ich habe mich wunderbar in meine Komfortzone eingeigelt.
Nun habe ich aber ein Buch ausgegraben, das den trefflichen Titel “Fitness für faule Säcke” trägt (und es sind nicht die Lehrer gemeint) und will mich also mehr bewegen. Damit das mehr Verbindlichkeit bekommt und ich vielleicht auch ein bißchen Rückmeldung bekomme, mache ich daraus ein blog-Thema. Wer hier mitliest und ebenfalls gerade mit seinem Gewicht hadert, möge sich anschließen und über die Kommentarfunktion Freude und Leid teilen. Ich gebe aber auch gerne Platz in Artikeln für Leser, die sich und ihr Ziel vorstellen wollen.
Wie man ja weiß, sollen Ziele SMART sein, also Spezifisch, Meßbar, Akzeptiert, Realisierbar und Terminierbar. Daher will ich mir jetzt und hier ein SMARTes Ziel setzen und über die Anstrengungen bei seiner Erreichung hier im blog berichten. In 5 Wochen endet meine Theoriephase; am 25.06. breche ich meine Zelte in Schwenningen ab. Also ist mein Ziel, bis zum 25.06. drei Kilo an Körpergewicht abzubauen, sodaß ich dann maximal 107,5 kg auf die Waage bringe. Erreichen will ich dieses Ziel, indem ich dreimal die Woche eine Stunde Ausdauersport im aeroben Bereich mache (Fahrradfahren, Walken, Joggen) und meine Ernährung entsprechend anpasse. Um meinen aeroben Bereich zu identifizieren, werde ich eine Pulsuhr benutzen.
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Mai 19th, 2010 — 9:58am
Gerade eben in der Pause zwischen zwei Seminaren hatte ich Lust auf einen Kaffee, bin also in den Studentenaufenthaltsraum gegangen, um den Kaffeeautomaten mit meinem sauer verdienten Ausbildungsgehalt zu füttern. Neben dem Kaffeeautomaten steht da auch einer, der nach Einwurf von Geld und der Auswahl eines Faches über ein numerisches Tastenfeld lauter gesunde Sachen wie Schokolade und Gummitiere aus Bonn ausspuckt. Wenn man dort die 42 eingibt, erhält man – ein Snickers. Hat irgendwer Vogonen gesehen?
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Mai 7th, 2010 — 9:21pm
Sowas macht einem Angst. Da wehren sich ein paar Dinosaurier gegen den eigenen Tod. Wenn das durchkommt, dann war’s das vermutlich mit der Blogosphäre.
(Dank an fefe für den Hinweis in seinem Blog.)
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Mai 7th, 2010 — 8:44pm
Ein wunderbares Fundstück aus dem Web, genauer aus dem GTD-Forum:
Wer seine Zeit managen will, darf sich nicht an selbiger orientieren, sondern an den Zielen, die er verfolgt.
Weil die Aufschieber nicht wissen, was sie wollen, können sie keine Prioritäten setzen. Das aber ist das wichtigste. Terminkalender vollbringen keine Wunder.
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Mai 6th, 2010 — 4:01pm
Vom 30.04. bis zum 02.05.2010 fand im Studienhaus Wiesneck in Buchenbach bei Freiburg das 24. Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten des Vereins Zukunftswerkstätten – Verein zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung e.V. statt. Stefan G. Geffers vom Team Zukunftswerkstatt Köln hat mir freundlicherweise die Teilnahme an dieser interessanten und informativen Tagung ermöglicht, deren Leitthema die Beschäftigung mit Vorurteilen unter Berücksichtigung des sogenannten Anti-Bias-Ansatzes nach Louise Derman-Sparks war. Der Anti-Bias-Ansatz (von anti: gegen und bias: Einseitigkeit, Vorurteil), geht von der Annahme aus, daß wir alle von Vorurteilen geprägt sind und daher ein vorurteilsfreies Handeln garnicht möglich ist. In dem wir uns mit diesen Vorurteilen auseinandersetzen, wird es uns möglich, vorurteils_bewußt_ zu handeln.
Am Freitagabend und Samstagmorgen ermöglichte Hanna Göhler von Anti-Bias-Köln den Teilnehmenden einen Einblick auf praktisch-affektiver Ebene in den Ansatz und seine Methoden – Anti-Bias basiert auf Erfahrung und Selbstreflektion. Der Samstagnachmittag bot im Rahmen eines Open Space Raum für Angebote aus dem Kreis der Telnehmenden (hierzu siehe auch die Webseite des Jahrestreffens), aus denen mich eine Heranführung an das Konzept Permanente Werkstatt/ Community Organising besonders beeindruckte. Dr. Walter Häcker schilderte den Workshop-Teilnehmern an einem konkreten Beispiel aus seiner Arbeit, wie Community Organising abläuft und was dabei zu berücksichtigen ist. Am Abend beleuchtete Dr. Stefan Marks vom Freiburger Institut für Menschenrechtspädagogik in einem ebenso kurzen wie fesselnden und nachwirkenden Vortrag die zentrale Bedeutung von Scham. Am Sonntag ergab sich die Möglichkeit, die gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke in einem World Café im Handlungsansätze für die eigene Arbeit umzusetzen. Die Tagung schloss am Sonntag mit Reflexion und Auswertung sowie Themenfindung und Vergabe für die Organisation und Durchführung des nächsten Jahrestreffens.
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