von Pißtasten, Pißnelken und Poperzen
Prickle-Prickle, The Aftermath 72, Year of Our Lady of Discord 3176
Kennen Sie die Pißtaste? Das ist dieses Ding, das seit einigen Jahren seinen Siegeszug durch unsere sanitären Anlagen führt, um das ökologische Gewissen des moderne-Zeiten-gestressten SUV-Fahrers zu beruhigen, indem jener nach der Absonderung seiner Flüssigabfälle nur den halben Oberrhein in die Kanalisation schüttet. Schön ist das für die Umwelt – aber auch für denjenigen, der sich, als nächster auf den Throne sitzend, am Ammoniakduft berauschen und die zitronengelblasurfarbene Brühe aufwirbeln darf, wenn er nicht nochmals spült und zwar richtig! Die Folge ist also nicht etwa das Einsparen von Wasser, sondern vielmehr die Erhöhung des Wasserverbrauchs.
Getoppt wird das nur noch durch jenen Ökopax aus meinem früheren Bekanntenkreis, der mir allen Ernstes erklärte, er spüle nicht nach dem Gebrauch des Pissoirs, weil da ja locker noch 1-2 Personen nachlegen könne und das dann ökologischer sei … Hmmja, ich weiß nicht, abgesehen von der Bildung eines Reservats für Abortfliegen (Psychoda phalaenoides) sehe ich da keinen Mehrwert.
Die Poperze hingegen ist ein Wort, das als scherzhaftes Synonym für den Anus verwendet wird, wobei ich glaube, den Begriff auch schon in einem literaturwissenschaftlichen Nachschlagewerk gefunden zu haben. Vielleicht kann ja ein Lesefröschchen aushelfen?
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