Selbstbewußtsein? Selbstbewußtsein!

Selbstbewußtsein. Lassen Sie sich dieses Wort einfach mal auf der Zunge zergehen – sprechen Sie es aus und machen Sie sich bewußt, was da so drinsteckt. Was assoziieren Sie damit, wie verwenden Sie diese Wort und was bezeichnen Sie damit? Was macht für Sie einen selbstbewußten Menschen aus? Ist der Begriff für Sie überwiegend positiv oder negativ konnotiert? Sind Sie selbstbewußt?

Interessantes Gedankenspiel, nicht wahr?

Mich irritiert die Art und Weise, wie dieser Begriff recht häufig benutzt wird: Wenn über jemanden ausgesagt wird, er sei ein sehr selbstbewußter Mensch, soll das häufig bedeuten, er sei nach Ansicht des Sprechers sehr von sich selbst überzeugt und das ist dann für gewöhnlich nicht nur positiv konnotiert, insinuiert vielmehr Selbstüberschätzung oder schlimmeres.

Kehren wir zu der Betrachtung zurück, zu der ich Sie in ersten Absatz angeregt habe und überlegen wir. Selbstbewußtsein, selbst-bewußt-sein, sich seiner selbst bewußt sein – mithin um-sich-selbst-wissen. Neben dem Wissen um die eigene Existenz beinhaltet das nach meinem Verständnis auch Wissen um die eigene Persönlichkeit, gewonnen aus Nachdenken über sich selbst ebenso wie aus Zuschreibungen durch Andere um einen herum. Das wiederum umfaßt Kenntnis des eigenen Könnens und Nicht-könnens, der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie deren Grenzen. Demnach wäre ein sehr selbstbewußter Mensch einer, der sehr genau über sich selbst Bescheid weiß, da er über sich nachgedacht hat und sich mit seinem Selbstbild und dem Bild anderer über sich auseinandergesetzt hat und zudem über ein realistisches Bild dessen verfügt, was er vermag. Das impliziert zugleich eine gewisse Demut (und nebenbei bemerkt die Aufforderung, sich weiter zu entwickeln). Ich arbeite daran, mein Selbstbewußtsein zu steigern – Sie auch?

Category: alltägliches & abseitiges, amour de soi, Uncategorized | Tags: , Comment »


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