Category: alltägliches & abseitiges


Selbstbewußtsein? Selbstbewußtsein!

Mai 31st, 2015 — 1:15pm

Selbstbewußtsein. Lassen Sie sich dieses Wort einfach mal auf der Zunge zergehen – sprechen Sie es aus und machen Sie sich bewußt, was da so drinsteckt. Was assoziieren Sie damit, wie verwenden Sie diese Wort und was bezeichnen Sie damit? Was macht für Sie einen selbstbewußten Menschen aus? Ist der Begriff für Sie überwiegend positiv oder negativ konnotiert? Sind Sie selbstbewußt?

Interessantes Gedankenspiel, nicht wahr?

Mich irritiert die Art und Weise, wie dieser Begriff recht häufig benutzt wird: Wenn über jemanden ausgesagt wird, er sei ein sehr selbstbewußter Mensch, soll das häufig bedeuten, er sei nach Ansicht des Sprechers sehr von sich selbst überzeugt und das ist dann für gewöhnlich nicht nur positiv konnotiert, insinuiert vielmehr Selbstüberschätzung oder schlimmeres.

Kehren wir zu der Betrachtung zurück, zu der ich Sie in ersten Absatz angeregt habe und überlegen wir. Selbstbewußtsein, selbst-bewußt-sein, sich seiner selbst bewußt sein – mithin um-sich-selbst-wissen. Neben dem Wissen um die eigene Existenz beinhaltet das nach meinem Verständnis auch Wissen um die eigene Persönlichkeit, gewonnen aus Nachdenken über sich selbst ebenso wie aus Zuschreibungen durch Andere um einen herum. Das wiederum umfaßt Kenntnis des eigenen Könnens und Nicht-könnens, der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie deren Grenzen. Demnach wäre ein sehr selbstbewußter Mensch einer, der sehr genau über sich selbst Bescheid weiß, da er über sich nachgedacht hat und sich mit seinem Selbstbild und dem Bild anderer über sich auseinandergesetzt hat und zudem über ein realistisches Bild dessen verfügt, was er vermag. Das impliziert zugleich eine gewisse Demut (und nebenbei bemerkt die Aufforderung, sich weiter zu entwickeln). Ich arbeite daran, mein Selbstbewußtsein zu steigern – Sie auch?

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Treffer

Mai 28th, 2015 — 5:10pm

Heute bin ich vermutlich zirka einen Zentimeter gewachsen. Anlaß war der Dank einer Kundin.

Seit Monatsanfang arbeite ich bei einem Bildungsträger im Südwesten Deutschlands – die Aufgabe besteht darin, Bezieher von Arbeitslosengeld I wieder in Arbeit zu vermitteln. Das geschieht neben der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Seminar auch durch ein dem Teilnehmer adäquates intensives Einzelcoaching.

Im konkreten Fall hatte ich die Kundin dabei unterstützt, in ihren Anschreiben ihr Repertoire an Erfahrung, Kenntnissen und Fähigkeiten aussagekräftig, ehrlich und entlang des Stellenprofils zu formulieren, um dem potentiellen Arbeitgeber klar, nachvollziehbar und überzeugend zu erläutern, was für sie als Kandidatin spricht. Das führte zum gewünschten (wenn auch für die Kundin etwas überraschenden) Erfolg – 4 Vorstellungsgespräche in 10 Tagen und 2 interessierte Arbeitgeber. Heute bedankte sie sich sehr herzlich bei mir und teilte mir mit, daß eine Personalerin ihr gegenüber äußerte, noch nie ein so aussagekräftiges Anschreiben gelesen zu haben. Auch wenn ich die Ehre zum Teil zurückweisen muß – die Kundin hat ihre Anschreiben letztlich mithilfe meines Coaching selbst verfertigt – bestätigen mir derlei Rückmeldungen, daß meine Vorgehensweise im Bewerbercoaching richtig ist. Und das tut gut.

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Die Macht der kleinen Dinge …

November 28th, 2013 — 12:36pm

Was mitunter schon kleine Dinge so bewirken können. Wie ich heute morgen total verfroren und übernächtigt aus meinem Auto stieg und gen Büro schlich, kam mir ein Herr entgegen, den ich herkunftsmäßig grob auf dem indischen Subkontinent verorten würde. Wie wir so aneinander vorbeigingen, lächelte er mich einfach an – und der Tag wurde schöner und wärmer.

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Frühling ist …

Juni 13th, 2013 — 1:23pm

… wenn man nach Ende des Kurses im Büro die lange Hose gegen Shorts wechselt und die Mittagspause in der sonnigen Lörracher Innenstadt mit Bücherkäufen, Eisessen und einer halben Stunde „dolce far niente“ respektive Sitzen und Gucken verbringt. Das bringt neue Energie für das Schreiben von F 5 2 – Berichten für den Kostenträger und das Handout zu den Merkmalen guter Bewerbungsanschreiben.

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Eine Woche Helfrecht – kurzes Zwischenfazit

Februar 19th, 2013 — 11:28pm

Wie ich im letzten Beitrag andeutete, beschäftige ich mich gerade mit der Helfrecht-Methode. Mittlerweile ist die erste Woche der 14 Tage kostenlosen Planer-Testens um – 2 Tage davon sind bereits Arbeitstage (letzte Woche habe ich mir den Luxus gegönnt, Urlaub zu machen). Erstes Fazit: Der Planer ist mittlerweile zu einem selbstverständlichen Werkzeug meines Planens und Handelns geworden, liegt sowohl im Büro als auch daheim immer in Sicht- und Griffweite auf dem Schreibtisch und wird genutzt. Es funktioniert vieles einfacher durch den Gebrauch von Tageslisten, die aus längerfristigen Überlegungen resultieren und am Vorabend erstellt werden. Wenn die zweite Woche herum ist, gebe ich hier eine ausführliche Bewertung ab.

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Filtern und Sieben

Juni 18th, 2012 — 1:10pm

Die Tage bei meinem Vater, einem pensionierten Lehrer, gesessen zum Fußballgucken und nebenbei über dies und das geplaudert. Dabei bemerkte er, daß die Hauptschulen bzw. Werkrealschulen und Realschulen nun wohl ausbluten werden. Auf meine Frage, wie er denn zu dieser Annahme komme, wies er mich darauf hin, daß in Baden-Württemberg die Grundschulempfehlung (also die Empfehlung der bis zu Abschlussklasse besuchten Grundschule für die Wahl der weiterführenden Schule) ihren bisherigen verbindlichen Charakter verliert und die Eltern nunmehr selbst entscheiden können, auf welche Schulart sie ihr Kind schicken.

Das hat mich nun ein bisschen nachdenklich gemacht. Wenn nun also die Eltern selbst entscheiden, welche Schule ihre Kinder besuchen, ist das einerseits gut, da so vielleicht auch Kinder auf das Gymnasium kommen, die es nach Grundschulempfehlung nicht geschafft hätte, obwohl sie dafür geeignet sind – ein gewisser Bias darf bei der Einschätzung von Schülern schon vermutet werden, ohne den Berufsstand der Schulpädagogen gleich in seiner Ehre zu verletzen.

Andererseits sehe ich ein paar mögliche Probleme: Erstens könnte es passieren, daß aufgrund der zunächst höheren Übergangsquote auf das Gymnasium bei den nunmehr weniger gut besuchten Werkrealschulen und Realschulen gespart wird, was sich dann aber als problematisch erweist, wenn SchülerInnen vom Gymnasium auf eine andere Schulart wechseln wollen oder müssen. Und das wird zweitens vermutlich in nicht geringem Maße vorkommen, weil ich mir gut vorstellen kann, daß an den Gymnasien während der ersten Schuljahre (Orientierungsstufe) noch genauer hingeschaut werden wird, welche SchülerInnen als geeignet erscheinen und darauf hingewirkt werden wird, daß diejenigen, bei denen das nicht der Fall zu sein scheint die Schulart wechseln. Dabei befürchte ich drittens, daß SchülerInnen mit Lern- und Verhaltensstörungen wie z. B. Legasthenie, Dyslexie, Dyskalkulie, AD/HS durch eine solche Auslesepraxis besonders benachteiligt werden könnten, da die Möglichkeit, sich solcher Problemfälle durch einen Schulartwechsel zu entledigen, ziemlich verführerisch anmutet. Das spart Geld und entlastet die Damen und Herren Gymnasialpädagogen.

Mir stellt sich angesichts der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung und der Einführung der Werkrealschule sowieso die Frage, warum man nicht gleich konsequent zu Ende denkt und das mehrgliedrige Schulsystem abschafft. Stattdessen könnte es doch nach einer 4-5-jährigen Grundschule eine 5-6-jährige Mittelschule (Sekundarstufe I) für alle geben (nein, keine Gesamtschule, sondern etwas hinreichend binnendifferenziertes mit Unterstützung bei Schwächen und Begabtenförderung, da gab’s doch was im Osten …) und im Anschluß dann die Wahl, ob Oberstufe (die zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung führt) oder Berufsausbildung oder andere Schulformen wie Berufskollegs und Berufsfachschulen undsoweiter.

Aber das wäre wohl zu revolutionär … *seufz*

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Donnerwetter

Mai 24th, 2012 — 4:53pm

Ich sitze hier im Büro am PC und schreibe einen Teilnehmerabschlußbericht, aus dem Lautsprecher erklingt leise Coldplay, „Politik“ und draußen regnet sich ein wundervoll schreckliches Gewitter ab. Nennt mich verrückt, aber dies ist ein Moment, in dem ein „Verweile doch, …“ sich leicht von den Lippen lösen mag.

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Gewitterhimmel

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Beobachtungen im Wartezimmer

Mai 18th, 2012 — 12:37pm

Wartezimmer sind so ein Ort des Allzumenschlichen – einander wildfremde Menschen teilen einen Raum, vereint im Unangenehmen versuchen sie Unsicherheiten zu überspielen und Würde zu bewahren und offenbaren sich zugleich.
Da ist die stark übergewichtige Frau, die ihrem Begleiter ausgerechnet von Kartoffelsalat vorschwärmt oder der nach Leitungsfunktion aussehende Endfünfziger im gehobenen Freizeitdress mit teurer Uhr, der Frau und Tochter mit dem Hinweis , daß 10 x 10 Minuten 100 Minuten seien (es sind noch 10 weitere Personen im Wartezimmer anwesend), sie also genug Zeit für eine Besorgung hätten, sehr bestimmt wegschickt, ganz zu schweigen von dem einem psychosozialen Beruf angehörenden Herrn anfang dreissig, der derlei beobachtet und gleich einen Blogeintrag auf dem Smartphone tippen muß….

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Tage wie diese …

Mai 17th, 2012 — 5:21pm

Was macht man nicht alles an so einem schönen, sonnigen Tag; Rechnungen schreiben, Mahnungen bzw. Zahlungserinnerungen verfassen. Letzteres übrigens mit einem irgendwie schlechten Gewissen. Da muß ich einfach härter werden – nach einem halben Jahr ohne Zahlungseingang respektive 4 Monate nach einer höflichen Nachfrage über XING ist sowas schon mal gerechtfertigt, oder?

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Oha!

Mai 15th, 2012 — 4:56pm

Ich habe den Nachmittag damit zugebracht, einen aktuellen Lebenslauf zu erstellen, den ich für meine vorgezogene Arbeitslosmeldung benötige. Erstaunlich, was ich schon so alles gemacht habe …

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