Category: ich und die Wirklichkeit


Schlüsselstämme

Januar 18th, 2014 — 5:34pm

Schlüsselstamm – den Begriff haben Sie vielleicht schonmal gehört. Damit bezeichnet(e) man in der Flößerei jenen Baumstamm, dessen Entfernung dazu führt, daß eine Aufstauung von Baumstämmen in einem Fluß sich auflöst. Es gab offenbar Spezialisten, deren Aufgabe einzig darin bestand, diesen einen Stamm zu finden.

Heute ist mir wieder einmal bewußt geworden, daß es Schlüsselstämme nicht nur in der Flößerei gibt, sondern überall da, wo sich Dinge oder Angelegenheiten aufstauen. Ich hadere seit einiger Zeit damit, daß sich bei mir viel Material ansammelt, das ich sinnfällig ablegen will, um es als Referenzablage (mithin Wissensspeicher) nutzen zu können, sei es als Material für Seminare oder einfach für Textproduktion oder für anderes. Nun habe ich zwar seit langem ein System für die Ablage entwickelt, das mir das problemlose Wiederauffinden erlauben würde und für Seminarunterlagen, -entwürfe und dergleichen habe ich ebenfalls eine eigene Ablagelogik erdacht – allein ich kam nicht damit voran, wie sehr ich auch grübelte und kreißte. Vorhin jedoch ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Ich benötige schlicht und ergreifend einen weiteren Aktenschrank und gegebenenfalls weitere CLASSEI- und/oder MAPPEI-Boxen, daran allein hängt es nämlich. Da ich den Schlüsselstamm nunmehr gefunden habe, dürfte sich die Stauung in Bälde auflösen.

Wenn Sie mal wieder irgendwo nicht weiterkommen, könnte es Ihnen helfen, einfach mal in Ruhe darüber nachzudenken, wo sich der Schlüsselstamm Ihres Problems befindet. Also machen Sie sich einen Kaffe oder so und denken Sie nach, anstatt in hektischen Aktionismus zu verfallen 😉

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Die Macht der kleinen Dinge …

November 28th, 2013 — 12:36pm

Was mitunter schon kleine Dinge so bewirken können. Wie ich heute morgen total verfroren und übernächtigt aus meinem Auto stieg und gen Büro schlich, kam mir ein Herr entgegen, den ich herkunftsmäßig grob auf dem indischen Subkontinent verorten würde. Wie wir so aneinander vorbeigingen, lächelte er mich einfach an – und der Tag wurde schöner und wärmer.

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Frühling ist …

Juni 13th, 2013 — 1:23pm

… wenn man nach Ende des Kurses im Büro die lange Hose gegen Shorts wechselt und die Mittagspause in der sonnigen Lörracher Innenstadt mit Bücherkäufen, Eisessen und einer halben Stunde „dolce far niente“ respektive Sitzen und Gucken verbringt. Das bringt neue Energie für das Schreiben von F 5 2 – Berichten für den Kostenträger und das Handout zu den Merkmalen guter Bewerbungsanschreiben.

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Eine Woche Helfrecht – kurzes Zwischenfazit

Februar 19th, 2013 — 11:28pm

Wie ich im letzten Beitrag andeutete, beschäftige ich mich gerade mit der Helfrecht-Methode. Mittlerweile ist die erste Woche der 14 Tage kostenlosen Planer-Testens um – 2 Tage davon sind bereits Arbeitstage (letzte Woche habe ich mir den Luxus gegönnt, Urlaub zu machen). Erstes Fazit: Der Planer ist mittlerweile zu einem selbstverständlichen Werkzeug meines Planens und Handelns geworden, liegt sowohl im Büro als auch daheim immer in Sicht- und Griffweite auf dem Schreibtisch und wird genutzt. Es funktioniert vieles einfacher durch den Gebrauch von Tageslisten, die aus längerfristigen Überlegungen resultieren und am Vorabend erstellt werden. Wenn die zweite Woche herum ist, gebe ich hier eine ausführliche Bewertung ab.

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Wer tun will muß auch machen können …

Februar 13th, 2013 — 12:28pm

Die bittere Erkenntnis des Tages: Wenn man etwas machen will, die dafür notwenigen Hilfsmittel und Materialien jedoch nicht da hat, dann muß man es lassen und erstmal die Hardware besorgen. Das ist besonders ärgerlich, wenn man seit drei Tagen weiß, was man heute tun will. Merke auf: Immer schön vorbereiten.

Ich habe jetzt erstmal Mappen bestellt, damit ich den Eingangskorb auf meinem Schreibtisch leeren kann. Wenn CLASSEI so schnell liefert wie gewohnt, dann kann ich morgen ans Werk …

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Much ado about …

Mai 22nd, 2012 — 4:30pm

Es gibt Tage, da magste nur noch resigniert mit den Schultern zucken – Tage wie heute. Da macht man sich Gedanken darüber, wie man sein Thema gut vermittelt bekommt, kauft am Tag vorher extra noch Krimsekrams ein und steht um viertel vor acht des Morgens erwartungsfroh im Seminarraum – und staunt dann, daß es immerhin 2 Teilnehmerinnen (von deren 13) geschafft haben, pünktlich da zu sein. Ca. 35 Minuten später konnte das Tagesmaximum von beachtlichen 5 Anwesenden erreicht werden. Man versteht allmählich, warum das Wiedererlangen eines strukturierten Tagesablaufs zu den Zielen der Maßnahme gehört …

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Tage wie diese …

Mai 17th, 2012 — 5:21pm

Was macht man nicht alles an so einem schönen, sonnigen Tag; Rechnungen schreiben, Mahnungen bzw. Zahlungserinnerungen verfassen. Letzteres übrigens mit einem irgendwie schlechten Gewissen. Da muß ich einfach härter werden – nach einem halben Jahr ohne Zahlungseingang respektive 4 Monate nach einer höflichen Nachfrage über XING ist sowas schon mal gerechtfertigt, oder?

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… weil plötzlich alles anders ist

November 30th, 2010 — 9:09am
Prickle-Prickle, The Aftermath 42, Year of Our Lady of Discord 3176

Kennen Sie das? Irgendwann kommt dieser Moment, der einen zwingt, innezuhalten und über das eigene Leben nachzudenken, weil plötzlich alles anders ist. Sei es, daß sich Beziehungen zu Menschen ändern oder zu ende gehen, sei es, daß sich beruflich etwas ändert oder die eigene Gesundheit einen neuen, größeren Stellenwert im eigenen Leben bekommen muß, sei es, daß man durch sehr eindrückliche Erfahrungen anderer perturbiert wird. Egal, was es sei, irgendwas ist anders und man erkennt, daß man selbst ebenfalls etwas ändern muß – auch wenn es anstrengend ist und wehtun mag.

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Die endlose Geschichte – oder wie ich meine Mobilfunknummer von Debitel zu BASE portieren lassen wollte

August 24th, 2010 — 4:00pm

Sweetmorn, Bureaucracy 17, Year of Our Lady of Discord 3176

1. The times they are a-changin‘

Seit einer kleineren Ewigkeit habe ich eine T-Mobile – Prepaid-Karte bei Debitel, die in einem schmucken, aber schlichten Motorola W220 treue Dienste leistete. Bisher hatte mir das auch genügt, da mein Telefonierverhalten mit 5-15 Euro pro Monat – größtenteils durch SMS entstanden und stark schwankend – nicht besonders zu Buche schlug. Nun aber starb meine treue Piepse kürzlich den Heldentod und ich beschloß, daß ein neues, Multimedia- und Internet-taugliches Mobiltelefon angeschafft werden müsse, um – schick, trendy und up to date, wie man heutzutage ja sein muß – all‘ den kleinen Zeitfresserchen wie Facebook, StudiVZ, XING, diversen Blogs und natürlich auch meinen abermindestens, wennichsogar 3-5 privaten Mails am Tag allüberall meine Aufmerksamkeit schenken zu können.

Nun sollte man für den bestimmungsgemäßen Gebrauch solch einer eierlegenden Wollmilchsau jedoch tunlichst eine sogenannte Internetflat buchen, da man andernfalls ganz schnell mal 50 Euro für einen Blick auf googleMaps los ist. Also konsultierte ich die Tarifübersichten der gängigen Mobilfunkprovider (die großen 4 nebst Debitel) und entschloß mich nach längerem hysterischem Gelächter ob der etwas überzogenen Preisvorstellungen der roten und magentafarbenen Damen und Herren, ausnahmsweise mal grün zu wählen und BASE eine Chance zu geben. Insgesamt 25 Euro für unbegrenzt SMS, eine sogenannte Flatrate für Internetzugang und Mailabruf, die nach 250 MB/ Monat in der Geschwindigkeit gedrosselt wird und monatlich 50 Freiminuten in alle Netze sind für mich akzeptabel und als Goodie gab es ein NOKIA 2720 fold gratis dazu.

Eben noch einen Antrag auf Portierung meiner Rufnummer ausgefüllt (inklusive Einzugsermächtigung für die Abbuchung der Portierungsgebühr von meinem Konto, da die Gebühr bei einer T-Mobile-Nummer nicht mit dem Prepaid-Guthaben verrechnet werde) und am 6. August von der freundlichen Dame im BASE-Shop in der Freiburger Innenstadt an Mobilcom-Debitel faxen lassen, „Das dauert dann etwa 10 Tage, bis die Nummer portiert ist“ – und gut ist. Beati pauperes spiritu …

2. Nobody knows you, when you’re down and out

Am 10. August fand ich ein Schreiben von BASE im Briefkasten, aus dem hervorgeht, daß dem bisherigen Mobilfunkanbieter die von mir angegebene Rufnummer nicht bekannt sei. Mit Erschrecken besah ich mein Mobiltelefon daraufhin, ob es Anzeichen von Besessenheit durch eine Geisterrufnummer zeige – zum Glück nicht der Fall, ich kann problemlos mit meiner Debitel-Nummer anrufen und angerufen werden. Also beherzt zum Hörer gegriffen und mit Todesverachtung angesichts der Minutenpreise die BASE-Service-Hotline angerufen.

Die liebenswürdige Dame am anderen Ende der Leitung fand nach einigem Rätselraten die Erklärung: Ich hatte meine Karte damals vor dem Krieg (scnr) bei Debitel erworben. Nach diversen Fusionen und Übernahmen firmiert man nun zwar unter Mobicom-Debitel, es scheint jedoch getreu dem alten Sprichwort, daß die eine Hand nicht wisse, was die andere mache keine gemeinsame Kundendatenbank zu existieren –  nach über einem Jahr seit der Übernahme eine stattliche Leistung! Meine Gesprächspartnerin von der BASE-Hotline versprach mir, die Anfrage nochmals zu stellen, dieses Mal bei Debitel – bis in 10 Tagen sollte … hmmja, wird schon werden.

3. Sie brauchen den Passierschein A 38 …

Der 24. August brachte nicht nur Regen, sondern auch einen Brief von Mobilcom-Debitel. Hier wurde zunächst einmal Bedauern ob meiner Abwanderung ausgedrückt, bevor es ans Eingemachte ging. Da mein eventuell noch vorhandenes Restguthaben bei der Portierung leider verfalle, benötige man – die umseitige Legitimations- und Verzichtserklärung für Rufnummernmitnahme und ich solle meine Karte ausreichend aufwerten, um die Verrechnung der Portierungsgebühr von 29,95 € mit dem vorhandenen Guthaben zu ermöglichen. WHAT THE F**K?

Soso … mal google bemühen und die alte Tante Internet befragen. Siehe da: Wenn ich, der ich ja kein Anwalt bin, es recht verstehe, dann muß mir das Restguthaben nach gängiger Rechtsprechung ausgezahlt werden. Auch fand ich es etwas absurd, daß ich trotz Abgabe einer Einzugsermächtigung nun die Portierungsgebühr über das Kartenguthaben bezahlen sollte, trotz anderslautendem Hinweis auf der Webseite von Mobilcom-Debitel – ohh, ich vergaß: andere Baustelle.

Nungut, wir ham ‚s ja dicke mit’m Zaster. Also wieder mal zum Telefonhörer gegriffen und 1,24 € pro Minute für ein Gespräch mit einer Service-Hotline ausgegeben, diesmal Debitel (oder Mobilcom-Debitel – oder doch Mobilcom – oder gar Freenet oder _dug, wer weiß das schon genau). Laut Aussage der (trotz meines bei aller Höflichkeit etwas angespannten Untertons sehr freundlichen) Dame am anderen Ende müsse könne ich das ruhig so faxen, das Restguthaben dürfe nicht verfallen, ich müsse jedoch aufladen. Auf die Frage nach der anderen Verzichtserklärung, auf der ich ja eine Einzugsermächtigung abgegeben habe,  hieß es, daß diese längst vernichtet sei und die Portierungsgebühr nur so bezahlt werden könne. Die Portierung würde dann nach Erhalt der Erklärung 1-2 Wochen  … ahhso *kicher*. Ich habe mir das Ergebnis des Gesprächs mal aufgeschrieben und den Namen der Dame dazu notiert.

Schreiben wir also mal einen Blog-Eintrag und schicken den Link dazu an prepaid(at)de.debitel.com. Mit dem Verlinken bei Facebook, StudiVZ und im Telefon-Treff warten wir aber erstmal noch ab *eg*.

To be continued …

Nachtrag 1: Die auf dem Schreiben angegebene eMail-Adresse prepaid(at)de.debitel.com scheint nicht zu funktionieren – wurde zwei mal „returned to sender“, weil endgültig gescheitert. Habe nun mal an kundenbetreuung(a)de.debitel.de und pr(a)freenet.ag gemailt. Gucken wir mal, ob es da klappt.

Nachtrag 2: Mit ein wenig Drängen und Schubsen hat es dann geklappt und seit September bin ich zufriedener Nutzer eines Base–Vertrags

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