Tag: Helfrecht


Verschwendung und Überfluß

August 3rd, 2013 — 11:04am

Die Tage ging mein Vorrat an Notizblöckchen für den Helfrecht-Planer zuende und ich mußte Nachschub bestellen. So ein Blöckchen AM2-B mit 50 Blatt kostet 3,40 Euro, die von mir bestellten fünf Blöckchen inklusive Mehrwertsteuer und Versand kamen also auf insgesamt etwas über 19 Euro. Das erscheint teuer, wenn man bedenkt, daß ein einfaches kariertes A6-Blöckchen im Schreibwarenhandel nicht einmal die Hälfte kostet. Genau hier fing ich an, nachzudenken über Verschwendung und Überfluß.

Es liegt da nämlich eine beliebte Fehlerquelle bei der Selbstorganisation; man stattet sich mit tollen Tools aus, die in Anmutung und Haptik süüüpersexy sind – und dann traut man sich nicht, sie einfach als profanes Werkzeug einzusetzen und jeden noch so kleinen Murks damit zu bearbeiten. Wenn’s aber funktionieren soll, dann muß die unbedingte Bereitschaft da sein, auch so etwas banales wie „heute Abend Mülltonne vor’s Haus stellen“ auf den 3,40-Euro-Luxusblock zu schreiben und das Blättchen nach Erledigung in den Papierkorb zu befördern, ohne auch nur mit den Wimpern zu zucken. Das gilt umso mehr, als so ein Notizblock nur ein Erfassungswerkzeug ist und eben überall und jederzeit nutzbar sein soll – GTD-Nutzer nennen sowas ubiquitous capture tool, also allgegenwärtiges/universelles Werkzeug zum Einfangen (von Ideen und Einfällen). Kurzum: Man muß bereit sein, so ein Werkzeug als verschwendbar und im Überfluß vorhanden zu betrachten, sonst ist es unnütz.

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Eine Woche Helfrecht – kurzes Zwischenfazit

Februar 19th, 2013 — 11:28pm

Wie ich im letzten Beitrag andeutete, beschäftige ich mich gerade mit der Helfrecht-Methode. Mittlerweile ist die erste Woche der 14 Tage kostenlosen Planer-Testens um – 2 Tage davon sind bereits Arbeitstage (letzte Woche habe ich mir den Luxus gegönnt, Urlaub zu machen). Erstes Fazit: Der Planer ist mittlerweile zu einem selbstverständlichen Werkzeug meines Planens und Handelns geworden, liegt sowohl im Büro als auch daheim immer in Sicht- und Griffweite auf dem Schreibtisch und wird genutzt. Es funktioniert vieles einfacher durch den Gebrauch von Tageslisten, die aus längerfristigen Überlegungen resultieren und am Vorabend erstellt werden. Wenn die zweite Woche herum ist, gebe ich hier eine ausführliche Bewertung ab.

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GTD und die Helfrecht-Methode – Überlegung zu Synergien

Februar 14th, 2013 — 12:54pm

Auf der ewigen Suche nach dem einzigen und wahren System zur Ordnung und Organisation, zum Zeit-, Aufgaben- und Zielmanagement bin ich nun zu einer neuen Methode „konvertiert“: Helfrecht.

Wenn man sich in den letzten Jahren mit dem Thema Zeitmanagement beschäftigt hat und dabei die einschlägigen Blogs, Foren und sonstigen Webauftritte miteinbezogen hat, kam man an einigen großen Namen und Moden nicht vorbei. Da sei beispielsweise die Simplify-Bewegung um Seiwert und Küstemnacher genannt, Covey mit seinen 7 Habits oder auch Getting Things Done von David Allen.

Gerade mit letzterem habe ich mich angelegentlich beschäftigt, habe seine Bücher „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ und „Ich schaff das!“ gekauft und gelesen und mich mehr oder minder erfolgreich an der Umsetzung versucht. Denn es klang auch zu verlockend, was David Allen uns versprach: Mit GTD sei es möglich, einen Zustand des wasserklaren Geistes zu erreichen – quasi Satori für den gestreßten Multitasker in der Dienstleistungsgesellschaft– und jederzeit alles im Griff zu haben. Man müsse sich nur Klarheit über seine Aufgaben verschaffen und alle anstehenden Angelegenheiten in ein „Trusted System“, also eine verlässliche, individuell zu schaffende Struktur von Ablage, Listen und Plänen einpflegen, die sich _außerhalb des eigenen Kopfes_ befinden müsse und der man blind vertrauen kann. Diese sei nun regelmäßig durchzusehen und dann abzuarbeiten. So weit so einfach. Die Praxis allerdings zeigte, daß der Weg zum „mind like water“ genannten Zustand ein holpriger war, mitunter gepflastert mit guten Vorsätzen, in jedem Falle aber mit Stolpersteinen und Schlaglöchern. Continue reading »

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