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Selbstbewußtsein? Selbstbewußtsein!

Mai 31st, 2015 — 1:15pm

Selbstbewußtsein. Lassen Sie sich dieses Wort einfach mal auf der Zunge zergehen – sprechen Sie es aus und machen Sie sich bewußt, was da so drinsteckt. Was assoziieren Sie damit, wie verwenden Sie diese Wort und was bezeichnen Sie damit? Was macht für Sie einen selbstbewußten Menschen aus? Ist der Begriff für Sie überwiegend positiv oder negativ konnotiert? Sind Sie selbstbewußt?

Interessantes Gedankenspiel, nicht wahr?

Mich irritiert die Art und Weise, wie dieser Begriff recht häufig benutzt wird: Wenn über jemanden ausgesagt wird, er sei ein sehr selbstbewußter Mensch, soll das häufig bedeuten, er sei nach Ansicht des Sprechers sehr von sich selbst überzeugt und das ist dann für gewöhnlich nicht nur positiv konnotiert, insinuiert vielmehr Selbstüberschätzung oder schlimmeres.

Kehren wir zu der Betrachtung zurück, zu der ich Sie in ersten Absatz angeregt habe und überlegen wir. Selbstbewußtsein, selbst-bewußt-sein, sich seiner selbst bewußt sein – mithin um-sich-selbst-wissen. Neben dem Wissen um die eigene Existenz beinhaltet das nach meinem Verständnis auch Wissen um die eigene Persönlichkeit, gewonnen aus Nachdenken über sich selbst ebenso wie aus Zuschreibungen durch Andere um einen herum. Das wiederum umfaßt Kenntnis des eigenen Könnens und Nicht-könnens, der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie deren Grenzen. Demnach wäre ein sehr selbstbewußter Mensch einer, der sehr genau über sich selbst Bescheid weiß, da er über sich nachgedacht hat und sich mit seinem Selbstbild und dem Bild anderer über sich auseinandergesetzt hat und zudem über ein realistisches Bild dessen verfügt, was er vermag. Das impliziert zugleich eine gewisse Demut (und nebenbei bemerkt die Aufforderung, sich weiter zu entwickeln). Ich arbeite daran, mein Selbstbewußtsein zu steigern – Sie auch?

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Schlüsselstämme

Januar 18th, 2014 — 5:34pm

Schlüsselstamm – den Begriff haben Sie vielleicht schonmal gehört. Damit bezeichnet(e) man in der Flößerei jenen Baumstamm, dessen Entfernung dazu führt, daß eine Aufstauung von Baumstämmen in einem Fluß sich auflöst. Es gab offenbar Spezialisten, deren Aufgabe einzig darin bestand, diesen einen Stamm zu finden.

Heute ist mir wieder einmal bewußt geworden, daß es Schlüsselstämme nicht nur in der Flößerei gibt, sondern überall da, wo sich Dinge oder Angelegenheiten aufstauen. Ich hadere seit einiger Zeit damit, daß sich bei mir viel Material ansammelt, das ich sinnfällig ablegen will, um es als Referenzablage (mithin Wissensspeicher) nutzen zu können, sei es als Material für Seminare oder einfach für Textproduktion oder für anderes. Nun habe ich zwar seit langem ein System für die Ablage entwickelt, das mir das problemlose Wiederauffinden erlauben würde und für Seminarunterlagen, -entwürfe und dergleichen habe ich ebenfalls eine eigene Ablagelogik erdacht – allein ich kam nicht damit voran, wie sehr ich auch grübelte und kreißte. Vorhin jedoch ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Ich benötige schlicht und ergreifend einen weiteren Aktenschrank und gegebenenfalls weitere CLASSEI- und/oder MAPPEI-Boxen, daran allein hängt es nämlich. Da ich den Schlüsselstamm nunmehr gefunden habe, dürfte sich die Stauung in Bälde auflösen.

Wenn Sie mal wieder irgendwo nicht weiterkommen, könnte es Ihnen helfen, einfach mal in Ruhe darüber nachzudenken, wo sich der Schlüsselstamm Ihres Problems befindet. Also machen Sie sich einen Kaffe oder so und denken Sie nach, anstatt in hektischen Aktionismus zu verfallen 😉

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Donnerwetter

Mai 24th, 2012 — 4:53pm

Ich sitze hier im Büro am PC und schreibe einen Teilnehmerabschlußbericht, aus dem Lautsprecher erklingt leise Coldplay, „Politik“ und draußen regnet sich ein wundervoll schreckliches Gewitter ab. Nennt mich verrückt, aber dies ist ein Moment, in dem ein „Verweile doch, …“ sich leicht von den Lippen lösen mag.

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Gewitterhimmel

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